Teamentwicklung im öffentlichen Dienst

Zusammenarbeit verbessern. Rollen klären. Als Team wieder handlungsfähig werden.

Ein Team besteht nicht automatisch deshalb gut, weil alle fachlich kompetent sind.

Unterschiedliche Persönlichkeiten, unklare Rollen, unausgesprochene Erwartungen, Veränderungen oder Konflikte können die Zusammenarbeit belasten. Manchmal funktioniert ein Team zwar nach außen – intern kostet die Zusammenarbeit aber viel Energie.

Eine professionelle Teamentwicklung im öffentlichen Dienst schafft Raum, genau diese Themen anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, einen netten Tag miteinander zu verbringen.

Es geht darum, dass Zusammenarbeit anschließend besser funktioniert.

Wann ist eine Teamentwicklung sinnvoll?

Ein Teamworkshop kann sowohl präventiv als auch bei bereits bestehenden Schwierigkeiten sinnvoll sein.

Typische Anlässe sind beispielsweise:

  • ein Team wurde neu zusammengestellt,
  • eine neue Führungskraft übernimmt,
  • Aufgaben oder Zuständigkeiten verändern sich,
  • Rollen und Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig,
  • Kommunikation funktioniert nicht gut,
  • einzelne Mitarbeitende fühlen sich nicht gehört,
  • Konflikte oder Spannungen belasten die Zusammenarbeit,
  • unterschiedliche Arbeitsweisen führen immer wieder zu Problemen,
  • Veränderungen sorgen für Unsicherheit oder Widerstand,
  • nach personellen Veränderungen soll sich das Team neu finden.

Aber auch ein Team, das grundsätzlich gut funktioniert, kann von einer Teamentwicklung profitieren.

Denn manchmal lohnt es sich, nicht erst zu warten, bis Zusammenarbeit schwierig geworden ist.

Keine Teamentwicklung von der Stange

Bevor ich einen Teamworkshop plane, möchte ich wissen:

Was beschäftigt dieses Team wirklich?

Deshalb beginnt eine Teamentwicklung mit einer sorgfältigen Auftragsklärung.

Was nimmt die Führungskraft wahr? Was beschäftigt die Mitarbeitenden? Gibt es einen konkreten Anlass? Wo soll das Team nach der Teamentwicklung stehen?

Erst danach entsteht das passende Konzept.

Denn ein neu zusammengestelltes Team braucht etwas anderes als ein Team mit einem jahrelang ungelösten Konflikt.

Mögliche Themen einer Teamentwicklung

Ziele und Erwartungen klären

Was ist unser gemeinsamer Auftrag? Was soll unser Team erreichen? Und woran merken wir eigentlich, dass unsere Zusammenarbeit funktioniert?

Gerade im öffentlichen Dienst sind gemeinsame Teamziele nicht immer so eindeutig formuliert wie in Unternehmen. Umso wichtiger ist es, Erwartungen sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln.

Rollen und Verantwortlichkeiten klären

Wer ist wofür verantwortlich? Wer entscheidet? Wo überschneiden sich Aufgaben?

Unklare Rollen führen schnell zu Missverständnissen, Doppelarbeit oder gegenseitigen Erwartungen, die nie ausgesprochen wurden.

Im Teamworkshop schaffen wir Klarheit über Rollen, Zuständigkeiten und Verantwortung.

Kommunikation verbessern

Wie sprechen wir miteinander? Wie geben wir Informationen weiter? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Meinungen um?

Gute Kommunikation bedeutet nicht, dass immer alle einer Meinung sind. Sie bedeutet, dass unterschiedliche Sichtweisen angesprochen werden können, ohne dass Zusammenarbeit darunter leidet.

Konflikte ansprechen

Wo Menschen zusammenarbeiten, entstehen Konflikte.

Entscheidend ist, ob ein Team in der Lage ist, diese frühzeitig anzusprechen – oder ob Probleme über Monate oder sogar Jahre mitgetragen werden.

In der Teamentwicklung können schwierige Themen einen geschützten Rahmen bekommen und konstruktiv bearbeitet werden.

Unterschiedliche Persönlichkeiten verstehen

Nicht jeder arbeitet, kommuniziert oder entscheidet gleich.

Was der eine als effizient erlebt, empfindet der andere möglicherweise als unpersönlich. Was für den einen gründlich ist, dauert dem anderen viel zu lange.

Das Verständnis unterschiedlicher Persönlichkeiten und Arbeitsweisen kann helfen, Verhalten weniger persönlich zu nehmen und Zusammenarbeit neu zu gestalten.

Zusammenarbeit verbindlich gestalten

Ein guter Teamtag allein verändert noch nichts.

Deshalb steht am Ende die Frage:

Was machen wir ab morgen konkret anders?

Gemeinsam entwickeln wir Vereinbarungen, die zum Team und zum Arbeitsalltag passen.

Und welche Rolle spielt die Führungskraft?

Teamentwicklung ist immer auch ein Führungsthema.

Führungskräfte beeinflussen durch Kommunikation, Entscheidungen, Delegation und den Umgang mit Konflikten maßgeblich, wie Zusammenarbeit im Team funktioniert.

Deshalb wird im Vorfeld geklärt, welche Rolle die Führungskraft im Prozess einnimmt.

Manchmal arbeitet sie vollständig mit dem Team. In anderen Situationen kann ein separates Gespräch oder begleitendes Führungskräfte-Coaching sinnvoll sein.

Wichtig ist: Teamentwicklung darf nicht dazu dienen, ein Führungsproblem einfach an das Team weiterzugeben.

Wenn aus einem Teamproblem ein Konflikt geworden ist

Nicht jedes Problem lässt sich in einem klassischen Teamworkshop bearbeiten.

Sind Konflikte bereits stark eskaliert oder Fronten verhärtet, kann zunächst eine Konfliktbegleitung oder Konfliktmoderation sinnvoller sein.

Auch das klären wir vor Beginn.

Ich empfehle Ihnen nicht automatisch einen Teamworkshop, nur weil Sie nach einem Teamworkshop fragen.

Sie bekommen das Format, das zu Ihrer Situation passt.

Teamentwicklung speziell für die öffentliche Verwaltung

Ich kenne Verwaltung – und ich kenne Führung und Teams aus eigener Erfahrung.

Als Diplom-Verwaltungswirtin und Master of Public Administration habe ich viele Jahre selbst im öffentlichen Dienst gearbeitet und Führungsverantwortung übernommen.

Ich habe unter anderem Haupt-, Personal- und Ordnungsamt geleitet und kenne sowohl die Perspektive der Führungskraft als auch die Herausforderungen der Personalarbeit und der Verwaltungsorganisation.

Heute verbinde ich diese Erfahrung mit meiner Tätigkeit als Trainerin, Coach und Supervisorin für den öffentlichen Dienst.

Das ist gerade bei Teamentwicklungen ein wichtiger Vorteil.

Ich muss mir Verwaltungsstrukturen nicht erst erklären lassen. Ich kenne Hierarchien, Zuständigkeiten, Personalvertretung, gewachsene Strukturen und die besonderen Rahmenbedingungen, unter denen Führungskräfte und Teams in Behörden arbeiten.

Ich schaue von außen auf Ihr Team – kenne die Verwaltung aber von innen.

Wie läuft eine Teamentwicklung ab?

Am Anfang steht ein Gespräch mit dem Auftraggeber und in der Regel mit der zuständigen Führungskraft.

Wir klären Ausgangssituation, Zielsetzung und mögliche sensible Themen.

Anschließend entwickle ich ein individuelles Konzept für Ihr Team.

Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit moderiertem Austausch, Reflexionsübungen, Teamaufgaben, Praxisfällen, Rollenarbeit und konkreten Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Methoden in einen Tag zu packen.

Die Methode muss zum Thema passen – nicht das Thema zur Methode.

Am Ende stehen möglichst konkrete Vereinbarungen und nächste Schritte für die Zusammenarbeit.

Bei Bedarf kann die Teamentwicklung durch weitere Workshops, Führungskräfte-Coaching oder Supervision begleitet werden.

Teamentwicklung, die nach dem Workshop weiterwirkt

Mein Anspruch ist nicht, dass am Ende eines Teamtages alle glücklich auseinandergehen.

Mein Anspruch ist, dass etwas geklärt wurde.

Dass Menschen besser verstehen, warum bestimmte Situationen immer wieder entstehen.

Dass schwierige Themen ausgesprochen werden können.

Dass Rollen und Erwartungen klarer sind.

Und vor allem:

Dass das Team weiß, was es zukünftig anders machen möchte.

Teamentwicklung für Ihre Verwaltung

Sie möchten die Zusammenarbeit in einem Team verbessern, ein neu zusammengestelltes Team begleiten oder bestehende Schwierigkeiten bearbeiten?

Dann sprechen Sie mich an.

In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam, wo Ihr Team steht, was es braucht und welches Format sinnvoll ist.

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