Warum mein Seminar „Psychologische Deeskalation – Umgang mit schwierigen Bürgern“ mein meistverkauftes Seminar ist

Wenn mich jemand fragt, warum ausgerechnet dieses Seminar so häufig gebucht wird, antworte ich meist:

Weil es einfacher ist, schwierige Situationen auf andere Menschen zu schieben.

Auf den schwierigen Bürger.
Auf die aggressive Kundin.
Auf den cholerischen Besucher am Schalter.

Und ja – diese Menschen gibt es.

Da ist der Bürger, der laut wird, weil sein Antrag noch nicht bearbeitet wurde.
Die Kundin, die Ihnen erklärt, dass „im Rathaus sowieso niemand arbeitet“.
Der Besucher, der bereits mit schlechter Laune das Büro betritt.

Solche Situationen kennen wir alle.

Doch nach vielen Jahren als Führungskraft im öffentlichen Dienst und zahlreichen Seminaren habe ich festgestellt:

Die wirklich schwierigen Situationen finden oft gar nicht vor dem Schalter statt.

Sie entstehen im Team.

Zwischen Kolleginnen und Kollegen.

Zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.

Zwischen Verwaltung und Politik.

Oder ganz einfach zwischen zwei Menschen, die aneinander vorbeireden.

Da ist die Kollegin, die jede Veränderung kritisch kommentiert.

Der Mitarbeiter, der bei jeder Rückmeldung sofort in die Verteidigung geht.

Der Chef, der keine Zeit hat und ständig unter Druck steht.

Der Politiker, der eine schnelle Lösung fordert, obwohl die Rechtslage etwas anderes sagt.

Und plötzlich merken wir:

Die gleichen Mechanismen, die bei schwierigen Bürgergesprächen wirken, begegnen uns jeden Tag im eigenen Haus.

Genau deshalb ist dieses Seminar so erfolgreich.

Denn eigentlich geht es nicht um schwierige Bürger.

Es geht um Menschen.

Und um die Frage:

Wie schaffe ich es, auch in angespannten Situationen handlungsfähig zu bleiben?

Im Seminar lernen die Teilnehmenden keine Standardformulierungen auswendig.

Sie erhalten Werkzeuge, die überall funktionieren:

  • Wie bleibe ich ruhig, wenn mein Gegenüber emotional wird?
  • Wie setze ich Grenzen, ohne zu eskalieren?
  • Wie spreche ich Kritik an, ohne einen Konflikt auszulösen?
  • Wie erkenne ich die Bedürfnisse hinter einem Angriff?
  • Wie kann ich Empathie zeigen, ohne alles hinzunehmen?

Denn die Lösung liegt selten im Verhalten des anderen.

Die Lösung liegt meist in unserer eigenen Haltung.

In unserer Kommunikation.

Und in unserer Fähigkeit, Menschen zu verstehen, auch wenn wir ihr Verhalten nicht gutheißen.

Wer diese Werkzeuge nicht beherrscht, zahlt oft einen hohen Preis:

Missverständnisse nehmen zu.

Konflikte schwelen über Monate.

Teams verlieren Energie.

Führung wird anstrengender.

Krankheitsausfälle steigen.

Und manche Menschen nehmen die Spannungen sogar mit nach Hause.

Das Schöne daran:

Diese Fähigkeiten enden nicht an der Rathaustür.

Sie helfen bei schwierigen Bürgern.

Bei schwierigen Mitarbeitenden.

Bei schwierigen Chefs.

Bei schwierigen Politikern.

Aber auch bei schwierigen Ehepartnern.

Und bei pubertierenden Kindern.

Deshalb sage ich in meinen Seminaren immer:

Soziale Kompetenzen sind keine Fachkompetenz für den Beruf. Sie sind eine Lebenskompetenz.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum dieses Seminar seit Jahren mein meistverkauftes Seminar im öffentlichen Dienst ist.

Diese Woche bin ich mit diesem Seminar in einer Hansestadt in Sachsen-Anhalt unterwegs.

Tatsächlich führe ich das Seminar im gesamten Bundesgebiet durch – in kleinen Gemeinden genauso wie in großen Verwaltungen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass dieses Thema auch für Ihre Mitarbeitenden hilfreich sein könnte, freue ich mich über Ihre Nachricht. Gemeinsam schauen wir, ob das Seminar zu Ihrer Verwaltung, Ihrem Team oder Ihrer aktuellen Situation passt.

Glaskugel

Die Macht der Interpretation

Wie Führungskräfte Teams für Missverständnisse sensibilisieren können

In der Welt der Teamarbeit und Zusammenarbeit ist die Bedeutung klarer Kommunikation unumstritten. Doch selbst wenn Nachrichten sorgfältig formuliert und übermittelt werden, können Missverständnisse aufgrund unterschiedlicher Interpretationen entstehen. Diese Unterschiede im Verständnis können zu Fehlkommunikation und Konflikten führen, die letztendlich die Effizienz und Zusammenarbeit im Team beeinträchtigen. Hier ist die Rolle der Führungskräfte entscheidend, um Teams für die Auswirkungen unterschiedlicher Interpretationen zu sensibilisieren und Strategien zur Vermeidung von Missverständnissen zu entwickeln.

Bewusstsein für Interpretationsvielfalt schaffen

Führungskräfte sollten ihren Teams verdeutlichen, dass Menschen Informationen basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen, Werten und Überzeugungen interpretieren. Was für eine Person offensichtlich erscheint, mag für eine andere völlig anders sein. Indem sie diese Vielfalt in der Interpretation betonen, sensibilisieren Führungskräfte ihre Teams für die Möglichkeit von Missverständnissen aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen.

Klare und präzise Kommunikation betonen

Es ist wichtig, dass Führungskräfte die Bedeutung klarer und präziser Kommunikation hervorheben. Sie können ihre Teams dazu ermutigen, Nachrichten zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie so formuliert sind, dass sie möglichst eindeutig sind. Auch das Nachfragen, um sicherzustellen, dass Nachrichten richtig verstanden wurden, ist ein wichtiger Schritt, um potenzielle Missverständnisse zu minimieren.

Aktives Zuhören und Nachfragen fördern

Teams sollten dazu ermutigt werden, aktiv zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen. Führungskräfte können Beispiele liefern, in denen die Annahme falscher Interpretationen zu Problemen geführt hat, um die Wichtigkeit des präzisen Verstehens zu unterstreichen. Ein offener Dialog, in dem Fragen ohne Angst vor Beurteilung gestellt werden können, trägt dazu bei, Missverständnisse zu reduzieren.

Klärung durch Zusammenfassung und Bestätigung

Um sicherzustellen, dass Nachrichten richtig verstanden wurden, können Teams die Praxis einführen, Diskussionen oder Anweisungen durch eine Zusammenfassung zu klären. Die Zusammenfassung ermöglicht es, die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sicherzustellen, dass alle auf derselben Seite sind. Eine Bestätigung seitens des Senders, dass die Nachricht korrekt verstanden wurde, kann zusätzlich zur Klärung beitragen.

Offene Diskussionen über Interpretationsunterschiede fördern

Eine offene Diskussionskultur im Team ist entscheidend, um unterschiedliche Interpretationen anzusprechen und zu klären. Führungskräfte können regelmäßige Treffen nutzen, um Beispiele für Interpretationsunterschiede zu teilen und gemeinsam mit dem Team darüber zu reflektieren, wie diese besser angegangen werden können.

Unser Fazit

Die Sensibilisierung für die Vielfalt von Interpretationen innerhalb eines Teams ist ein kontinuierlicher Prozess, der eine bewusste Anstrengung erfordert. Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie ihre Teams für die Auswirkungen unterschiedlicher Interpretationen sensibilisieren und Strategien fördern, um Missverständnisse zu minimieren. Durch die Betonung klarer Kommunikation, aktives Zuhören und den offenen Austausch können Teams ihre Zusammenarbeit verbessern und gemeinsam effektiver arbeiten.

Ein Bewusstsein für die Vielfalt von Interpretationen und die Förderung einer klaren Kommunikationskultur sind entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und die Effektivität von Teams zu steigern. Ein regelmäßiges, z. B. wöchentliches Treffen, kann dazu beitragen, solche Missverständnisse zu vermeiden.

Wie sieht das in Ihrem Team aus?

Falls sich bei Ihnen die Missverständnisse häufen und Sie Unterstützung benötigen, dann sind wir sowohl in akuten Notfällen als auch Präventiv gerne für Sie da.

Umgang mit schwierigen Kunden

Umgang mit schwierigen Kunden im öffentlichen Dienst

Als öffentlicher Dienstleister kommt man oft in Kontakt mit schwierigen Kunden, die unzufrieden mit dem Service sind oder ihre Frustration auf die Mitarbeiter übertragen. Es kann schwierig sein, mit solchen Kunden umzugehen, aber es ist eine wichtige Fähigkeit, die jeder öffentliche Dienstleister beherrschen sollte. In diesem Artikel geben wir Tipps, wie Sie als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst schwierige Kunden am besten behandeln und gleichzeitig Ihre Professionalität bewahren können.

  1. Bleiben Sie ruhig und hören Sie aktiv zu

Eine der wichtigsten Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Kunden ist es, ruhig und professionell zu bleiben. Wenn ein Kunde unzufrieden ist oder seine Frustration auf Sie überträgt, ist es wichtig, dass Sie nicht defensiv werden oder in einen Konflikt geraten. Bleiben Sie stattdessen ruhig und hören Sie aktiv zu, was der Kunde zu sagen hat. Lassen Sie den Kunden seine Sorgen und Beschwerden ausdrücken, ohne ihn zu unterbrechen oder zu widersprechen. Auf diese Weise fühlt sich der Kunde gehört und verstanden.

  • Zeigen Sie Empathie und Verständnis

Sobald der Kunde seine Beschwerden geäußert hat, ist es wichtig, Empathie zu zeigen und Verständnis für seine Situation zu haben. Sagen Sie dem Kunden, dass Sie verstehen, wie er sich fühlt, und dass Sie bereit sind, ihm zu helfen. Zeigen Sie, dass Sie seine Perspektive verstehen und dass Sie daran arbeiten werden, eine Lösung für sein Problem zu finden.

  • Stellen Sie gezielte Fragen

Um das Problem des Kunden zu verstehen und eine geeignete Lösung zu finden, ist es wichtig, gezielte Fragen zu stellen. Fragen Sie den Kunden, was genau sein Problem ist und was er von Ihnen erwartet. Stellen Sie sicher, dass Sie die Bedürfnisse des Kunden verstehen, bevor Sie eine Lösung anbieten. Wenn Sie sich unsicher sind, wiederholen Sie die Bedenken des Kunden und fragen Sie nach Bestätigung, um sicherzustellen, dass Sie das Problem richtig verstanden haben.

  • Bieten Sie eine Lösung an

Sobald Sie das Problem des Kunden verstanden haben, ist es Zeit, eine Lösung anzubieten. Bieten Sie eine praktikable Lösung an, die auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Stellen Sie sicher, dass der Kunde versteht, welche Maßnahmen Sie ergreifen werden und wie lange es dauern wird, bis das Problem gelöst ist. Bitten Sie den Kunden um Feedback, um sicherzustellen, dass er mit der vorgeschlagenen Lösung zufrieden ist.

  • Seien Sie professionell und höflich

Egal wie schwierig der Kunde ist, bleiben Sie immer professionell und höflich. Vermeiden Sie es, in einen Konflikt zu geraten oder dem Kunden zu widersprechen. Behandeln Sie den Kunden so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Wenn Sie freundlich und höflich bleiben, wird der Kunde auch respektvoller mit Ihnen umgehen.

Dieses Thema ist für Sie interessant?
Dann buchen Sie doch einfach unseren Workshop „Umgang mit schwierigen Kunden“ für Ihr Team.

5 Tipps zur Konfliktbewältigung bei der Urlaubsplanung

Konflikte rund um die Urlaubsabstimmung in der Behörde können unangenehm sein, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen:

  1. Kommunikation: ein guter erster Schritt wäre, alle Beteiligten zu einem Gespräch einzuladen, um die Situation zu besprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Es ist wichtig, offen und respektvoll miteinander zu sprechen und alle Bedenken und Interessen anzuhören.
  2. Priorisierung: Wenn es mehrere Mitarbeiter gibt, die zur gleichen Zeit Urlaub beantragen möchten, kann es hilfreich sein, die Dringlichkeit und Wichtigkeit der jeweiligen Anfragen zu berücksichtigen. Möglicherweise gibt es Mitarbeiter, die aufgrund persönlicher oder familiärer Umstände Vorrang haben sollten.
  3. Kompromiss: Eine andere Möglichkeit ist, einen Kompromiss zu finden, der für alle Beteiligten akzeptabel ist. Zum Beispiel könnten Mitarbeiter, die denselben Zeitraum bevorzugen, ihre Urlaubszeit aufteilen oder sich auf einen Rotationsplan einigen.
  4. Transparenz: Es ist wichtig, dass die Führungskraft eine klare und transparente Urlaubsrichtlinie hat, die allen Mitarbeitern bekannt ist. Wenn alle Mitarbeiter wissen, wie die Urlaubsabstimmung abläuft und welche Kriterien berücksichtigt werden, können Missverständnisse und Konflikte vermieden werden.
  5. Mediation: Wenn die Konflikte schwerwiegend sind und die Mitarbeiter nicht in der Lage sind, eine Lösung zu finden, kann es hilfreich sein, eine unparteiische dritte Partei, wie einen Mediator, hinzuzuziehen, um den Konflikt zu lösen.

In jedem Fall ist es wichtig, Konflikte frühzeitig anzugehen und Lösungen zu finden, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter fair behandelt werden und das Arbeitsklima nicht belastet wird.

Ich sehe was, was Du nicht siehst …

… Schade eigentlich!

In der Jahresauftaktveranstaltung eines unserer Kunden erlebte ich vor kurzem einmal mehr, wie wichtig die Zufriedenheit der Beschäftigten für das Unternehmen ist. 

Nicht nur für die Außenwirksamkeit, denn übellauniges Personal tut seinen Unmut gerne in der Öffentlichkeit kund.

Ich war etwas zu früh im Konferenzraum und traf auf zwei Teilnehmer, die dort bereits in ein Gespräch vertieft waren. 

„Lange spiele ich da nicht mehr mit!“, hörte ich einen von ihnen sagen. „Du weißt doch, wie er ist, er meint es nicht böse, nimm es nicht persönlich“, entgegnete der zweite. „Wie um Gottes willen soll ich es denn auffassen? Dieser Ton, die Art und Weise, Aufgaben zu verteilen ist unmöglich. Nur weil wir ein kleines Unternehmen sind, bei dem sich alle duzen, kann er doch nicht komplett auf Respekt verzichten.“ „Stimmt, entgegnete“, der Kollege, „Ich bin ja schon froh, wenn die Anweisungen in ganzen Sätzen erfolgen. Und immer dieses vorwurfsvolle: kommt in die Gänge – als hätten wir bis dahin geschlafen.“

Ich merkte, wie die Stimmung sich verschärfte. Ganz heimlich hatte sich der innere Zornzombie eines der beiden dazugesellt. Zähnefletschend wuchs er mit jedem weiteren Argument an, legte den Arm um seinen Besitzer und raunte ihm zu:

„Ja, genau, wann immer ihm etwas einfällt, bombardiert er einen mit Mails. Schön und gut, dass wir jetzt dieses Geschäftshandy haben, aber das heißt noch lange nicht, dass wir ihm  jetzt pausenlos zur Verfügung stehen. Ihm ist völlig gleich, ob man gerade am Arbeitsplatz ist oder im Wochenende bei Freunden. Das darf man sich nicht gefallen lassen!“ sabbernd rieb sich der Zombie die Hände …

„Stimmt“, entgegnete der Kollege, „mich hat er sogar im letzten Urlaub angerufen und mir Fragen gestellt. Irgendwie hat er keine Achtung vor unserem Privatleben. Ich habe es ihm sogar mal gesagt, aber er meinte, er wäre ja schließlich auch 24/7 „on“. Er scheint zu vergessen, dass es seine und nicht unsere Firma ist. Den Porsche fährt nur einer hier.

Es ist echt schade, es ist ihm nicht klar, welche Botschaft er uns damit sendet … mal ein nettes Wort oder ein Nachfragen wie das Wochenende war. Das wäre schön.“

Langsam füllte sich der Raum und bevor ich auf die beiden eingehen konnte, begann auch schon das Seminar. 

Ja, es ist wirklich schwierig, im Arbeitsalltag jedem Mitarbeitenden angemessen zu begegnen. Da verliert der ein oder die andere Führungskraft gerne das Gefühl für die richtige Ansprache. Gerade in kleinen Unternehmen, in denen über die Arbeitszeit hinaus ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt wird, sollte der/die Vorgesetzte achtsam sein. 

6 Tipps zur Vermeidung von Konflikten

  • In der Freizeit werden alle beruflichen Hierarchien abgelegt.

Es spricht nur noch der Freund, die Freundin. Der Chef und die Chefin sind nicht anwesend.

  • Vermeiden Sie es, die Freizeit Ihrer Mitarbeiter mit Arbeit zu verplanen. Auszeiten sind wichtig, damit dann wieder mit neuer Kraft weitergearbeitet werden kann. Die Freizeit muss der Erholung dienen. 
  • Generell muss sich berufliche Kommunikation auf die Arbeitsstunden beschränken. 
  • Achten Sie als Führungskraft auf den Ton, in dem Sie den Mitarbeitenden begegnen. Besonders auch auf Schlagworte wie „aber pronto“, „zackzack“ usw., denn das verfehlt das Ziel und Sie demotivieren damit ihre MitarbeiterInnen. 
  • Gerade in kleineren Teams geht es nicht ausschließlich um Daten und Fakten. Auch wenn es Ihnen schwerfällt, Ihre Mitarbeiter wollen gesehen werden. Ein freundliches „guten Morgen“, ein Handschütteln zum Geburtstag, ein paar nette Worte zum Jahresstart. Das alles kostet sie kein Geld und ist doch so wertvoll. Denken Sie auch daran, dass jeder Mitarbeiter anders motiviert werden möchte. Lesen Sie hierzu gerne unseren Blogartikel: https://ilona-vogel.de/mitarbeitermotivation/
  • Achtung: Im Zeitalter des Facharbeitermangels erhalten auch Ihre guten MitarbeiterInnen verlockende Angebote von der Konkurrenz.

Überprüfen Sie unbedingt die Zufriedenheit Ihres Personals. 
Dies ist von unschätzbarem Wert für Ihr Unternehmen. Vermeiden Sie Fluktuation und verringern Sie Krankheitstage durch zufriedene MitarbeiterInnen.

Wir bieten hierfür eine Mitarbeiterbefragung, die jedem im Team eine Stimme gibt. Die dadurch gewonnen Erkenntnisse decken Unzufriedenheiten und deren Ursprung auf und bilden die Grundlage für Optimierungen. Hierbei unterstützen wir Sie gerne.

Rufen Sie uns direkt an und vereinbaren Sie einen Termin unter 06655 9004301. Dann stehen wir Ihnen zur Seite, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Unsere Umfragen sind anonym und DGSVO-konform.

Halten Sie Ihr Unternehmen auf Erfolgskurs mit einem motivierten, zufriedenen und treuen MitarbeiterInnen-Stamm.

Jetzt wünschen wir Ihnen einen schönen Februar, 

Ihr Ilona-Vogel Team

Ticken wir alle noch ganz richtig?

In einem unserer letzten Seminare kam es in der Pause mal wieder zu Gesprächen über die Herausforderung denen sich Europa, unser Land und jeder einzelne von uns derzeit gegenübersieht. Aufgaben, die uns Sorgen bereiten, uns einiges abverlangen. 

Probleme, die uns stressen!

Einer der Teilnehmer, der der Diskussion bis dahin still gefolgt war, nutzt die Sprechpause einer extrovertierten, lauten Kollegin und warf ein: „Wäre es vor diesem Hintergrund nicht ganz besonders wichtig, im eigenen Umfeld auf Frieden zu achten?“

„Tja, wenn das so einfach wäre…“, antwortete jemand. „Genau!“, meinte eine andere, „meine Kollegin zum Beispiel, tickt einfach nicht mehr richtig. Da sind Probleme vorprogrammiert.“

In der Tat scheint es unmöglich, Konflikte im Miteinander – weder im Job noch im Privaten – gänzlich zu vermeiden. Doch egal ob Probleme am Arbeitsplatz oder in der Freizeit auftreten, ihre Ursachen sind stets die gleichen und sie lassen sich tatsächlich häufig vermeiden. 

Genau hier setzen unsere Konfliktpräventions-Workshops an.

Gemeinsam betrachten wir, wer zum Team gehört und: wie ticken die Kollegen eigentlich? Unsere Gedanken- und Gefühlswelten sind ganz unterschiedlich! Und das schließt auch die Kommunikation mit ein. Personen mit derselben Muttersprache sprechen noch lange nicht die gleiche Sprache!

Dieses Wissen nimmt häufig schon eine ganze Menge Konfliktpotential. 
Im Workshop schaffen wir Verständnis für „anders tickende“ Kollegen, Freunde und Familienmitglieder. Alle sind gleichermaßen wichtig. 
Wir arbeiten in unseren Workshops und Seminaren mit dem Insights MDI®-Modell. (Lesen Sie auch HIER)

Dieses Modell definiert bis zu 16 unterschiedliche Persönlichkeiten. Wir brechen diese der einfachheitshalber auf 4 herunter. 

Während der „blaue“ Typ Informationen nüchtern und sachlich überbringt, findet das sensible „Grün“ dies vielleicht recht unhöflich. 

Beispiel: 
Franz, mit den Charaktermerkmalen grün: Hallo liebe Fritz ich hoffe, du hattest ein schönes Wochenende und konntest dich vom Stress der letzten Woche gut erholen?!?!?!
Leider habe ich am letzten Freitag versehentlich deine Vorlage des Bestellformulars von meinem Rechner gelöscht und kann sie auch nicht wieder herstellen. Wärest du bitte so nett, und schickst mir das Formular noch einmal? Viele Grüße und noch einen schönen Tag….
Fritz (mit eindeutig blauen Merkmalen) empfindet diese Nachricht als lästiges Geschwafel und antwortet: Hier! (und hängt die Datei an)

Sicher macht sich Franz nun Gedanken, ob Fritz vielleicht vergangene Woche verärgert hat, geht alle Gespräche der letzten Zeit durch und wird entweder ein klärendes Gespräch suchen oder sich beleidigt zurückziehen. Auf jeden Fall geht kostbare Lebens- und Arbeitszeit verloren. 

Durch unseren Konfliktpräventionskurs werden diese und ähnliche Probleme vermieden. 
Wir klären auf und sensibilisieren, nehmen jedes Teammitglied gleichermaßen ernst. 
Durch wertschätzendes Miteinander schaffen wir gemeinsam eine angenehme Atmosphäre, in der konzentriertes und konstruktives Arbeiten möglich ist. So machen wir Teams erfolgreich. 

Möchten auch Sie Ihre Teams für 2023 auf mehr Erfolg umstellen?
Dann melden Sie sich gerne bei uns. Gemeinsam erarbeiten wir eine passgenaue Strategie für Ihr Unternehmen. 
Bis dahin wünschen wir gutes Gelingen und denken Sie daran: 

Falsch tickt nur der, dem man ohne Verständnis begegnet!

Ihr Ilona Vogel Team

Mir stinkt`s! – Konfliktwiege Großraumbüro

Durch eine Teilnehmerin unseres letzten Workshops inspiriert, nehmen wir uns heute dem Thema „Großraumbüro“ an.

Wie in unseren Seminaren üblich, kam es in der Pause zum regen Austausch über unterschiedlichste Themen des Arbeitsalltages. Ich bemerkte eine Teilnehmerin, die sich etwas von der Gruppe entfernte und sich die Schläfen massierte.

Auf meine Frage, ob ich ihr helfen könne schüttelte sie den Kopf. „Sorry“ sagte sie, „ich reagiere wohl zurzeit ein wenig empfindlich auf Reizüberflutung.“

Ich holte ihr ein Glas Wasser und ein paar Apfelschnitze vom Tagungsbuffet, dankbar nahm sie an und begann zu erzählen:

Täglich bis zu 9 Stunden verbringe sie nun seit 5 Monaten in einem Großraumbüro. „Es ist die Hölle,“ beschrieb sie ihren Alltag. Dabei hatte ihr die Arbeit bis dahin sehr viel Freude bereitet. Gemeinsam mit einem Kollegen saß sie früher in einem Büro und so war gewährleistet, dass ein gewisser Austausch stattfand und trotzdem genügend Ruhe herrschte, um konzentriert zu arbeiten. Nun hatte die Behörde ein neues Konzept und ein Großraumbüro installiert.

„Es ist unvorstellbar, was bei uns los ist. Wie in einem Bienenstock! Die Lautstärke, die Unruhe und seit der Hitze draußen wird die Luft im Büro nachmittags so dick, dass mir speiübel wird. Wenn sich dann noch meine Kollegin über den Schreibtisch beugt – buah!“

Durch eine ausladende Geste beschrieb sie die Folgen ihrer Übelkeit….

Natürlich haben größere Arbeitseinheiten Vorteile, gerade in Abteilungen mit hoher Veränderungsdynamik. Kürzere Kommunikationswege und bessere Kooperation beispielsweise und das kommt dem Gruppenspirit zugute. Auch die Eingliederung neuer Teammitglieder funktioniert schneller. Doch Großraumbüros stellen eine regelrechte Konfliktwiege dar.

Sicher hat man sich vor der Einrichtung Gedanken gemacht, wie der Geräuschpegel minimiert werden kann (Schallschlucker, Vorhänge, Pflanzen und Raumteiler, Büros im Büro, usw. usw.) und wir wären nicht in Deutschland, gäbe es für Quadratmeterzahl und Ausstattung keine Vorschriften.

Die Raumausnutzung ist dabei sicher optimal, doch spiegelt sich diese Effizienz auch in der Produktivität der Beschäftigten wider?

Im Schnitt werden im einem solchen Büro 70 Dezibel erreicht – das entspricht der Lautstärke eines Rasenmähers!

Nicht nur die Lautstärke kann sich als problematisch erweisen und sensible Menschen reagieren bereits in deutlich kleineren Arbeitseinheiten.

Gerade introvertierte KollegInnen fühlen sich beeinträchtigt, wenn sie alle Informationen ungefiltert mitbekommen. Wer möchte schon täglich über das Feierabendprogramm der kompletten Belegschaft informiert werden, und auch der Behördengossip ist nicht für jeden von Interesse.

Darüber hinaus kommen in einem großen Büro auch Menschen zusammen, die sich nicht nur im übertragenen Sinne „nicht riechen können“.

Eine Studie des Stress Research Institutes Stockholm zeigt: Beschäftigte im Großraumbüro sind doppelt so häufig krank wie Mitarbeitende in kleineren Räumen. Nicht nur Ansteckungen durch Viren und Bakterien, auch der erhöhte Stresspegel beeinträchtigt die Gesundheit der Betroffenen.

Das Fehlen von Tageslicht im Rauminneren und mangelnde Intimsphäre wirken sich zusätzlich negativ auf unser Leistungsniveau aus. Dazu kommen – wie im Falle unserer Seminarteilnehmerin Reizüberflutung und Diskussionen zur Arbeitsumgebung (Fenster oder Türen auf oder zu, Heizung an oder aus usw. usw.).

Wieviel Zeit mag die Leitung eines Großraumbüros mit der Schlichtung solcher Unstimmigkeiten verbringen? Keine angenehme Aufgabe!

Wenn unabdingbar, unterstützt ein Kodex bzgl. des Verhaltens ebenso wie die sorgfältige Auswahl der Teammitglieder des Großraumbüros. Gerne sind wir hierbei behilflich.

Dass in Ihren Büros dicke Luft stets von einem frischen Wind vertrieben wird,

wünscht

Ihr Ilona-Vogel Team

Konflikte lähmen Ihre Teams

Lange Zeit war Stefan stolz darauf, dass sich unter seiner Leitung das Miteinander auf dem Bauhof der Stadt so toll ist entwickelt hatte.

„Die Beschäftigten pflegen einen prima Umgangston, treiben zusammen Sport und aus dem Feierabendbier wurde sogar ein Freundeskreis, der sich mit Familien zum Grillen verabredet“ freute er sich.

Doch nun stellt er fest, dass private Absprachen selten sind.

Irgend etwas hat sich verändert.

Das laute Lachen, dass früher so oft über den Hof schalte bleibt aus und man hat das Gefühl, die KollegInnen gehen sich aus dem Weg.

Stefans Frage nach dem Grund dieser unterschwelligen Missstimmung wurde mit einem „ne, ne alles ok, Chef“ abgetan und so ließ er die Sache erst einmal auf sich beruhen. Die kriegen sich schon wieder ein, dachte er und ignorierte das – angeblich nicht existente – Problem. Leider war das jedoch nicht der Fall, heute kam es sogar zu lauten Beschimpfungen auf dem Hof.

Einem Hinweis seiner aufmerksamen Sekretärin verdankte Stefan schlussendlich die Erkenntnis, aus welcher Ecke das Problem kam – er hatte die Urlaubsgeschichte schon vergessen. Konnte kaum glauben, dass die befreundeten Kollegen so ein Drama daraus machten.

Vor vier Wochen kam Uwe ins Büro und fragte nach Urlaub für den Brückentag. Nach einem Blick in den Kalender stimmte Stefan zu, bisher hatte noch niemand an diesem Tag frei haben wollen. Dankend verließ Uwe den Raum und ging wieder an seine Arbeit.

Am folgenden Tag bat Manfred, ihm am Freitag nach dem Feiertag Urlaub zu gewähren. „Das wird leider nix,“ antwortete ihm der Vorgesetzte, „ich habe Uwe gestern den Tag zugesagt und du weißt, dass ich schlecht auf euch beide verzichten kann.“

Ungläubig schüttelte Manfred den Kopf. „Das gibt’s doch gar nicht, der weiß doch, dass meine Tochter umzieht und ich ihr Hilfe versprochen habe. Ich muss da frei haben!“ Zornig stemmte er die Hände in die Seite und es war klar, dass er nicht bereit war, das Büro kampflos zu verlassen.

Als sein Telefon klingelte schüttelte Stefan den Kopf, zeigte auf das Handy und sagte kurzerhand:

„Mir egal, macht das unter euch beiden aus.“ Wutentbrannt verließ Manfred das Büro.

Nach wenigen Minuten war in der Halle sein Schreien zu hören:

„Du weißt doch ganz genau, dass ich Hella am Wochenende beim Umzug helfen muss und frei brauche! Wieso gehst du zum Chef und fragst nach Urlaub?“

„Oh sorry, da hab ich nicht dran gedacht“, gab Uwe zurück, „wir haben Karten für das Clapton-Konzert am Freitag gewonnen. Da muss ich natürlich hin! Du weißt doch, wie sehr ich mich geärgert habe, dass es ausverkauft ist….“ Auch Uwes Zornzombie hatte sich in Stellung gebracht, schließlich musste er sich Manfreds vorwurfsvollen Ton nicht gefallen lassen!

Immer lauter, anklagender und verletzender wurde der Disput, bis Stefan selbst in der Halle erschien: „Spinnt ihr? Euer Geschrei bekommt der ganze Hof mit, reißt euch mal zusammen! Ihr wisst, dass nur einer von euch fehlen kann. Es war immer schon klar, dass ihr euch gegenseitig vertretet. Also einigt euch und sagt mir dann Bescheid“, beendete er seine Ansage und ging.

Am nächsten Tag erfuhr Stefan, dass Manfred am Brückentag der Firma zur Verfügung steht, Uwe geht zum Konzert, er hatte ja auch zuerst den freien Tag beantragt. Ok, dachte sich der Chef und ging zum Tagesgeschäft über.

Nicht jedoch die Betroffenen! Schmollend, sich jeweils selbst im Recht fühlend, gingen sich die beiden fortan aus dem Weg. 

Und jetzt das! Insgesamt war die Stimmung im Unternehmen auf Eis gelegt. Die komplette Belegschaft schien in den Streit involviert. Es hatten sich richtiggehend Lager gebildet. Sollte der Streit zwischen den beiden Mitarbeitern tatsächlich so schwerwiegende Folgen für das Betriebsklima haben?

Konflikte sind Chefsache!

Nun war es natürlich an Stefan, eine Aussprache in die Wege zu leiten um das Problem aus der Welt zu schaffen.

Unser Tipp an den Vorgesetzten:

  1. Schenken Sie Problemen zwischen den Teammitgliedern Ihre Aufmerksamkeit!
    Es hätte Stefan klar sein müssen, wie wichtig der freie Tag für beide Mitarbeiter war. Zu blauäugig war er an die Problematik herangegangen.
  2. Um solche Konflikte zu vermeiden, muss untereinander eine Absprache bezüglich der Vertretung stattfinden. Bevor man den Urlaub beim Chef erbittet muss die Vertretung sichergestellt sein.
  3. In unserem Fall stellt sich tatsächlich die Frage, wie wichtig die Anwesenheit eines der beiden am Brückentag ist. Da viele Unternehmen in dieser Zeit schwächer besetzt sind, ist die Produktivität oft geringer. Kann die Position evtl. doch einen Tag unbesetzt bleiben? Ein freundlicher Hinweis, dass und man sich direkt am Montag der Sache annimmt, trifft in vielen Fällen sicher auf das Verständnis von BürgerInnen und KollegInnen. Diese Großzügigkeit des Chefs hätte unter Garantie einen tollen Motivationsschub zur Folge und die Stimmung im Team wäre nach wie vor großartig.

Bleiben Sie als Führungskraft aufmerksam.

Gutes Gelingen und einen kühlen Kopf bei steigenden Temperaturen wünscht

Ihr Ilona-Vogel Team

Die jungen Wilden – wehe, wenn sie losgelassen!?!

In einem der letzten Blogartikel berichteten wir über die Schwierigkeiten, die sich im Miteinander verschiedener Generationen häufig ergeben. Doch auch, wenn die „Jungen“ unter sich sind, bedarf es eines/einer Verantwortlichen.

In der vergangenen Woche besuchte ich eine Messe, die sich über drei Tage erstreckte und war in einem nahegelegenen Hotel untergebracht. Während des Frühstücks fiel mir eine Gruppe junger Menschen auf, die sich am Nachbartisch in einer regen Diskussion befand. Impulsiv und laut brachten sie ihren Unmut vor und so blieb es nicht aus, dass alle im Speisesaal unerwünscht Zuhörer wurden.

Man erfuhr, dass ihr Arbeitgeber eine Fortbildungsveranstaltung für Berufseinsteiger, ein sogenanntes „Onboarding“, arrangiert hatte.

Über Wissenswertes aus verschiedenen Bereichen, wie z. B. Vermögenswirksame Leistungen, Steuereinsparungs- und Bildungsurlaubsmöglichkeiten oder auch firmeninterne Wege zur Weiterentwicklung wurden die neuen Beschäftigten informiert.

Spannend, dachte ich und hörte genauer hin. Könnte sich daraus ein Impuls für meine Arbeit ergeben?

Die Diskutierenden redeten sich immer weiter in Rage und plötzlich sprachen sie von Verpflichtung, Zwang und Überstunden.

Irritiert schüttelte ich den Kopf. Es war ihnen nicht bewusst, was da geboten wurde. Völlig in ihrer Blase gefangen bemerkten sie natürlich nichts vom Kopfschütteln und Räuspern an den Nachbartischen.

Das Personal hinter dem Tresen warf sich entsprechende Blicke zu, überlegte sicher, ob man um etwas mehr Ruhe bitten sollte…..

Kurz dachte ich darüber nach, wie ich hier zu einer Lösung beitragen könnte und stand – konfliktfreudig wie man mich kennt – auf und ging zum Nachbartisch.

„Entschuldigung“ sprach ich die Gruppe an, „ich habe mitbekommen, dass ihr ein Problem mit eurer Fortbildung habt. Solche Seminare werden auch in unserem Unternehmen konzipiert. Deshalb würde ich mich gerne kurz mit euch darüber unterhalten.

Ich finde es sehr schade, dass man euch scheinbar nicht richtig darüber informiert hat, was euch da heute erwartet.“

7 Augenpaare richteten sich fragend auf mich und so sprach ich weiter:

„Der Leitung eures Unternehmens scheint ihr sehr wertvoll zu sein! Sie möchte euch von Beginn an optimal supporten. Sicher haben sie sich eine Menge Gedanken gemacht und lassen sich das auch etwas kosten“ sprach ich weiter und zeigte auf das tolle Ambiente.

Was wisst ihr über den Ablauf der Veranstaltung?“, fragte ich. „Nicht viel“, antwortete eine der jungen Frauen und schob mir einen Zettel über den Tisch. Handschriftlich hatte sie sich einige Notizen gemacht, aus denen auch ich wenig herauslesen konnte.

„Habt ihr denn selbst Fragen, z. B. was es mit vermögensbildenden Leistungen auf sich hat, und wo ihr Kontakte zu entsprechenden Anbietern bekommt?“ Achselzuckend schauten sie mich an.

„Ok, dann schreibt doch mal auf, was euch interessiert, welche Fragen ihr zu den Themen auf ihrer Liste habt,“ sagte ich und deutete auf die junge Frau, von der der Zettel kam.

„Mit diesen Fragen bombardiert ihr dann heute die Referenten. Und alles was am Ende offenbleibt, klärt ihr mit eurem Vorgesetzten bzw. mit der Person, die die Veranstaltung für euch arrangiert hat.

Dann lernen sie auch eure Wünsche kennen.

Am Ende der Veranstaltung werdet Ihr staunen, welche Chancen sich euch auftun und meist sind die Vorträge gar nicht so langweilig.

Lasst euch darauf ein, ihr werdet noch an mich denken,“ endete ich augenzwinkernd.

„Ach ja, und außerdem wäre es schön, wenn ihr etwas leiser diskutieren könntet, damit alle in Ruhe frühstücken können. Viel Spaß heute!“

Dann ging ich an den dankbar lächelnden Umstehend- und sitzenden grüßend vorbei.

Natürlich beherrschte dieses Thema meine Gedanken für den restlichen Tag.

Da ich weiß, dass bis 2030 mehr als 70 Prozent der Beschäftigten der Generationen Y und Z angehören wird deutlich wie wichtig es ist, diesen Menschen von Beginn ihres Arbeitslebens an die größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Dem Arbeitgeber in unserem Fall ist das sicher bewusst, doch bleibt offen, inwiefern er die jungen MitarbeiterInnen auf die Fortbildung vorbereitet hat.

War die Thematik ausreichend bekannt? Hatte man die Möglichkeit den Benefit auszuschlagen?

Wer ist im Unternehmen Ansprechpartner für die Gruppe? Im besten Falle jemand, der altermäßig nicht zu weit von ihnen entfernt ist.

Beim Bilden eines Teams sollte dieses einen Sprecher bestimmen.  Dieser Person muss bewusst sein, welches Vertrauen ihr da entgegengebracht wird und die Aufgabe ernst nehmen.

Den Sprecher/die Sprecherin gilt es zu begeistern!

Diese Person wird besonders auf Fortbildungen und ähnliche Events vorbereitet. So kann er/sie während der Veranstaltung den Gruppenspirit positiv beeinflussen und evtl. Kritik zurück ins Unternehmen melden.

Der/die Sprecher/in muss die Möglichkeit haben, Einfluss auf die Auswahl der Vorträge zu nehmen.

Schließlich sind hier die Wünsche der jungen KollegInnen bekannt.

Wie in früheren Blogartikeln erwähnt, wird das Erscheinungsbild des Unternehmens zu einem großen Teil durch den Auftritt der Beschäftigten im Außen geprägt. Das Verhalten der Teams nimmt also immensen Einfluss auf das Image Ihres Betriebes. Und genau das muss auch den jungen Beschäftigten klar sein. Die Debatte am Frühstückstisch trägt zum Image bei!

Auch wird im Beispiel deutlich, wie wichtig Führung ist, gerade dann, wenn eine Gruppe den Arbeitgeber z. B. in einer Fortbildung repräsentiert!

Nach dem Motto: „Hat man einen – hat man alle“ wird durch den/die Sprecher/in der Gruppenspirit nicht nur positiv gelenkt, ganz nebenbei kristallisiert sich auch eine zukünftige Führungspersönlichkeit für das Unternehmen heraus.

Gutes Gelingen für all Ihre Seminare und Fortbildungen wünscht

Ihr Ilona-Vogel Team

Eigene Wahrnehmung trifft auf Fremdwahrnehmung

Hurra! In der vergangenen Woche hat es endlich einmal wieder geklappt, ich habe mich mit meiner Freundin zum Laufen verabredet. Unser gemeinsames Hobby bot uns bis vor einem Jahr in schöner Regelmäßigkeit die Chance, uns über all die Dinge upzudaten, die in unseren Leben wichtig sind.

Familie, Arbeit, Freizeit – die Themen gingen uns nie aus und so sahen wir den wöchentlichen Lauf nicht nur unter sportlichem Aspekt. Er war so viel mehr: Seelenpflege, ja manchmal Therapie und genau aus diesem Grund fehlten mir diese Treffen ungemein.

Immer wieder hatte Conny unsere Sporteinheit abgesagt und ich hielt mit meinem Ärger darüber nicht hinterm Berg. Heute hatte sie sicher nur zugesagt, weil sie unsere Freundschaft in Gefahr sah, denn, nach dem sie 10 Minuten zu spät endlich eintraf, schien sie sichtlich genervt.

„Du bist ja jetzt schon außer Puste“, begrüßte ich sie fröhlich.

„Gut beobachtet“ schmetterte sie mir zornig entgegen, „ich kann auch wieder gehen!“

OH, Conny hat ihren Zornzombie mitgebracht, stellte ich fest und nahm sie erst einmal in den Arm.

„Lass uns ein Stück gehen, bevor wir Tempo machen, dann kannst du mir erzählen, wer dich so geärgert hat“, schlug ich vor.

Ihr erleichtertes Lächeln zeigte Dankbarkeit und sie begann zu berichten.

Im vergangenen Jahr hatte Luc W.  die Leitung ihrer Abteilung übernommen. Ich erinnere mich gut daran, wie erfreut Conny darüber war. Jung, sportlich, motiviert und engagiert waren die Worte, mit denen sie ihn beschrieb. Der erste Eindruck trog nicht, allerdings legte Luc ein Tempo vor, dem niemand im Team gewachsen war.

„Er ist morgens um 6.30 Uhr am Schreibtisch und powert durch bis um 16.00 Uhr. Dann stürzt er sich in seinen Sportdress. Er trainiert für einen Marathon. Anschließend, nach einer kurzen Dusche, macht er sich so ein fancy Eiweißshake und setzt sich wieder ins Büro. Nicht, ohne einen dummen Spruch über unsere Snacs in der Teeküche und deren Folgen auf unser aller Hüften zu machen. Zum Kotzen! Ich komme mir vor wie der Igel in seiner Challenge mit dem Hasen. Lucs Grinsen scheint immer zu rufen: „Ich bin schon da“.

30 lange Minuten Berichterstattung folgten und ich merkte, wie Connys Zornzombie – einmal losgelassen – ein gigantisches Ausmaß annahm. Mir wurde klar, was sie in der vergangenen Zeit daran gehindert hatte, mit mir zu laufen.

„Wenn Luc wüsste, dass wir nur 5 km joggen, würde er sich nicht mehr einkriegen“, meinte Conny gegen Ende der Runde völlig erschöpft.

Leider ist Luc kein Einzelfall und ein übermotivierter Vorgesetzter kann wirklich entmutigend wirken, wie man an Conny erkennt.

Evaluierte Praxisbeispiele zeigen, dass Führungskräfte entscheidenden Einfluss auf das Gesundheitsverhalten der Mitarbeitenden nehmen. Nicht immer zum Vorteil aller Beschäftigten!

In Ihrer Rolle als Multiplikatoren geben sie gewissermaßen den Takt vor und das muss ihnen bewusst sein. Festgelegte Pausen haben ihre Berechtigung und das Überschreiten der Regelarbeitszeit sollte Ausnahme bleiben, denn Regenerationsphasen sind Teil einer gesunden Work-Life-Balance.

Ein Schlagwort, dass auf vielen Homepages zu finden ist. Und wie sieht die Realität aus?

Das Image wird bei kleinen und mittleren Behörden hauptsächlich über die Beschäftigten nach außen getragen und auch der Flurfunk in Berufsschulen sollte nicht unterschätzt werden.

Das bedeutet, die Teammitglieder sind wichtige PR – und Marketinginstrumente!

Die Zufriedenheit Ihrer Angestellten spielt daher nicht nur im Hinblick auf deren Produktivität eine entscheidende Rolle.

Unser Tipp:

  1. Vergleichen Sie die Werte Ihrer Behörde mit den Beurteilungen auf den bekannten Bewertungsseiten. Tun Sie das regelmäßig, denn Sie sollten darüber unterrichtet sein, wie man Ihre Verwaltung von außen wahrnimmt. Nehmen Sie diese Einträge ernst, denn immer häufiger informiert man sich über diese Plattformen vor der Kontaktaufnahme – sei es als Geschäftspartner oder potentieller Arbeitnehmer.
  • Fördern Sie die Konfliktfähigkeit in Ihrer Behörde:

Ich habe Conny geraten, sich mit ihrer Kritik direkt an Luc wenden, nur so hat er die Möglichkeit, sein Verhalten zu hinterfragen bzw. zu ändern. Denn sicher ist Luc nicht klar, wie er auf KollegInnen wirkt und möchte sicher als Vorgesetzter Vorbild sein.

Dass Sie stets das richtige Maß an Motivation finden, wünscht

Ihr Ilona Vogel Team