Führungskräfte im öffentlichen Dienst stehen heute vor besonderen Herausforderungen.
Sie führen Teams in komplexen Strukturen, müssen unterschiedliche Interessen ausbalancieren und bewegen sich gleichzeitig zwischen politischen Rahmenbedingungen, Verwaltungsvorschriften und steigenden Erwartungen von Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürgern.
Hinzu kommen weitere Faktoren, die Führung anspruchsvoll machen:
- Fachkräftemangel und hohe Arbeitsbelastung in vielen Bereichen
- Generationenwechsel in den Teams mit unterschiedlichen Erwartungen an Führung
- gewachsene Strukturen und eingespielte Dynamiken
- Veränderungen durch Digitalisierung und Reformprozesse
Viele Konflikte entstehen genau an diesen Schnittstellen.
Und häufig geraten Führungskräfte dabei in eine schwierige Rolle: Sie sollen Konflikte lösen – sind aber selbst Teil des Systems, in dem diese Konflikte entstehen.
So ging es auch Sabine, einer Bereichsleiterin in einer kommunalen Verwaltung.
In ihrem Team hatte sich über Monate ein Konflikt zwischen zwei erfahrenen Mitarbeitenden aufgebaut. Meetings wurden zunehmend angespannt, andere Teammitglieder hielten sich immer mehr zurück und wichtige Themen blieben unausgesprochen.
Sabine hatte bereits vieles versucht:
Sie führte Einzelgespräche, moderierte Teamsitzungen und suchte nach Kompromissen. Doch egal, welchen Weg sie einschlug – der Konflikt blieb bestehen.
Irgendwann sagte sie im Gespräch einen Satz, den viele Führungskräfte kennen:
„Ich habe das Gefühl, ich stecke mitten im Konflikt, obwohl ich ihn eigentlich lösen soll.“
Und genau das war der entscheidende Punkt.
Im gemeinsamen Arbeiten wurde sichtbar, dass sie aus ihrem starken Wunsch heraus, fair zu sein und niemanden zu benachteiligen, häufig versuchte zu vermitteln. Im Team wurde es jedoch als Zurückhaltung, fehlende Klarheit, ja sogar Schwäche wahrgenommen.
Als ihr diese Dynamik bewusst wurde, begann sie ihre Rolle anders zu gestalten: klarere Kommunikation, deutlichere Erwartungen und eine ruhigere, aber klare Position in Konflikten.
Die Veränderung war spürbar.
Gespräche im Team wurden strukturierter. Konflikte konnten angesprochen werden, ohne sofort zu eskalieren. Und Sabine Keller hatte wieder das Gefühl, wirklich führen zu können.
Nicht, weil sich die Menschen plötzlich verändert hatten.
Sondern weil sich ihre eigene Rolle im System verändert hatte.
Genau hier liegt der Wert externer Reflexion für Führungskräfte im öffentlichen Dienst: Sie schafft Abstand zum System und ermöglicht neue Perspektiven auf festgefahrene Situationen.
Was Führungskräfte konkret daraus gewinnen können:
- Klarheit über die eigene Rolle im System – und darüber, wie das eigene Verhalten Dynamiken im Team beeinflusst
- Souveränität im Umgang mit Konflikten, statt zwischen Interessen zu vermitteln und selbst hineingezogen zu werden
- Mehr Sicherheit in schwierigen Gesprächen, gerade wenn es um Erwartungen, Leistung oder Grenzen geht
- Neue Handlungsmöglichkeiten, wenn Situationen festgefahren erscheinen
- Eine reflektierte Führungshaltung, die Orientierung gibt – gerade in komplexen Verwaltungsstrukturen
Ich bin Ilona Vogel, Führungskraft im öffentlichen Dienst und Coach.
Ich sorge für klare Kommunikation und unterstütze Führungskräfte dabei, souverän mit Führung und Konflikten umzugehen.
Wenn Sie ähnliche Situationen kennen und sich Unterstützung wünschen, melden Sie sich gerne bei mir.









