Gutes Betriebsklima – Erfolgreiches Unternehmen

Heute melden wir uns mit dem 2. Teil zum Thema „Gutes Betriebsklima“.

Im vergangenen Artikel haben wir Ihnen einen Download angeboten, um die aktuelle Situation in Ihrem Unternehmen zu ermitteln. Wie hat Ihr Personal Ihr Interesse diesbezüglich aufgenommen?

Haben sich die Mitarbeitenden an der Umfrage beteiligt? Konnten Sie Stressoren definieren?
Diesen gilt es nun geeignet zu begegnen – keine leichte Aufgabe:

Introvertierte KollegInnen benötigen Ansprache, während offene Typen freimütig kundgeben, was ihnen nicht passt. Der/die ein oder andere genießt evtl. Routineaufgaben, während andere MitarbeiterInnen solche Tätigkeiten langweilig finden oder durch sie in ihrem kreativen Denken eingeschränkt werden.

Die subjektive Empfindung des Einzelnen erschwert es, jedem Betriebsmitglied mit der gewünschten Aufmerksamkeit zu begegnen. Deshalb haben wir Strategien entwickelt, um individuell Wertschätzung entgegenzubringen. Kontaktieren Sie uns gerne hierzu.

Was genau können Sie selbst nun zum positiven Klima in Ihrem Unternehmen beitragen?

In erster Linie müssen Sie Ihre MitarbeiterInnen kennen, und zwar nicht nur Namen und Gesicht! Um individuell Aufmerksamkeit entgegenzubringen ist schon etwas mehr Information nötig. Sollte dies auf Grund der Größe Ihres Teams schwierig sein, holen Sie sich Unterstützung bzw. delegieren Sie diese Aufgabe.

  • Schaffen Sie eine Beziehung zu Ihren MitarbeiterInnen. 

Die Gratulation zum Geburtstag sollte ebenso selbstverständlich sein wie die regelmäßige Frage nach dem Befinden.

  • Notieren Sie wichtige Informationen (Mutter schwer erkrankt, Ehemann arbeitslos usw).
  • Gehen Sie sensibel vor. Schließlich möchten Sie Ihr Gegenüber mit Ihrem (plötzlichen) Interesse nicht irritieren.
  • Authentizität schafft Glaubwürdigkeit!

Erkundigen Sie sich bei Gelegenheit, wie sich die Situation entwickelt hat, damit Ihr Interesse nicht oberflächlich wirkt. 

  • Denken Sie hierbei auch an MitarbeiterInnen, denen Sie digital begegnen.
  • Schaffen Sie Firmenkultur: Coffee-chats zum virtuellen „Treffen“, Gruppen-Events zur Teamförderung, Challenges sind tolle Möglichkeiten das Team ein wenig zu pushen usw.

Achtung: Oft geraten solche Pläne nach einiger Zeit in Vergessenheit und Ihre Energie verpufft. Damit die Stimmung im Team langfristig gefördert wird sollte es einen Plan bzw. Jahresplan geben. Gerade zu Beginn des Umdenkens hilft dieser, die Wirksamkeit zu optimieren. 

Die gesteigerte Zufriedenheit Ihres Personals wirkt sich sicher auf die Krankenquote und die Mitarbeiterbindung aus. 

So sorgen Sie am Ende nicht nur für Ihre MitarbeiterInnen, sondern auch für sich und Ihre Gesundheit! Denn schließlich ist für Sie nicht nur Erfolg, sondern auch ein angenehmes Arbeitsumfeld wichtig, um den täglichen Anforderungen gewachsen zu sein. 

Wir sind gerne für Sie da, wenn es um Ideen zur Teambildung oder auch den Umgang mit schwierigen Personen oder Situationen geht.

Dass die Durchführung Ihrer neuen Ideen nicht nur von Erfolg gekrönt ist, sondern Ihnen auch Freude bereitet wünscht

Ihr Ilona-Vogel Team

Wie schlechtes Betriebsklima Ihren Erfolg torpediert

Die Ilona-Vogel GmbH meldet sich erholt aus den Ferien zurück und auch in Ihrem Unternehmen endet sicher allmählich die Urlaubsphase.

Juchu, alle wieder an Bord! So kann es motiviert in die zweite Jahreshälfte gehen. Oder häufen sich auch auf Ihrem Schreibtisch schon wieder die Krankmeldungen? Und Sie würden dazu gerne mal eine Ansage machen? Ihr Zornzombie hat sicher eine Menge Ideen und Sie bestimmt schon ordentlich angeheizt.

Doch Drohungen sind weder zielführend noch erlaubt! Kann man als Führungskraft auf Fehltage überhaupt Einfluss nehmen?

Bei uns häufen sich Anfragen zum Thema steigende Krankenquote und in diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder das Wort „Burnout“.

Bereits 2018 veröffentlichte die AOK einen Fehlzeiten-Report in dem sie herausstellte, dass das Betriebsklima einen entscheidenden Einfluss nimmt: 

Jeder vierte Mitarbeiter leidet unter „toxischen“ Arbeitsbedingungen.

Die durchschnittliche Anzahl von Fehltagen wird auf 12,1 beziffert. Während Personen, die mit Ihrer Arbeit und dem Umfeld zufrieden sind lediglich auf 9,4 Fehltage kommen, belaufen sich Krankheitstage von denen, die unter schlechten Arbeitsbedingungen bzw. schlechtem Betriebsklima leiden, auf 19,6. 
Grund genug für uns, das Thema Betriebsklima in den Fokus zu rücken. Es ist kein zusätzliches Bonbon für die Mitarbeiter, sondern vielmehr die Voraussetzung für Ihren Erfolg!

Erklären Sie das Thema „Betriebsklima“ also direkt zur Chefsache – es lohnt sich!

Indikatoren, an denen sich schlechte Bürostimmung erkennen lässt:

  • fehlende Kommunikation
  • lückenhafte Informationsweitergabe
  • unklare Arbeitsabläufe
  • mangelnde Hilfsbereitschaft 
  • Kommunikation ausschließlich auf beruflicher Ebene
  • Hohe Krankheitsrate – da ist sie wieder!
  • Hohe Fluktuation

Sicher haben alle im Team unterschiedliche Auffassungen und Wünsche bezüglich des Miteinanders. 

Deshalb unser Tipp für Sie:

Beauftragen Sie je nach Größe Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Abteilung eine Person bzw. ein Team mit der Bestandsaufnahme:

Wie ist der Umgang miteinander, wie die Stimmung? 
Gibt es private Verabredungen, erkennen Sie Ausgrenzungen? 
Wie ist der Umgang mit Kritik, wird sie direkt und in konstruktiver Form angebracht oder vielmehr „hinter dem Rücken“ des/der Betroffenen?

Bitten Sie zusätzlich Ihr Personal, einen Fragebogen zu diesem Thema auszufüllen und ihn anonym abzugeben. Vergessen Sie auf gar keinen Fall die wichtigste Person:

Sie selbst sollten Ihr erster Proband sein, denn der Fisch fängt von oben an…..

Wir haben für Sie einen Fragebogen zur Mitarbeiterzufriedenheit entwickelt.

Sicher werden sich die Mitarbeiter gerne beteiligen. Schließlich bedeutet Krankheit, dass Aufgaben von Kollegen/Kolleginnen zu übernehmen sind. Das führt oft zu Leistungs- und Zeitdruck und somit zur Schwächung weiterer Mitarbeiter. 

Darüber hinaus setzen Sie einen wichtigen Impuls, indem Sie diesem Thema Ihre Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Es drückt die Wertschätzung des Personals aus und das bleibt sicher nicht ohne entsprechende Folgen.

Nach Auswertung der Umfrage sollten Sie dann unbedingt entsprechende Maßnahmen ergreifen. Verläuft die Aktion im Sand, werden Ihre Mitarbeiter unzufrieden. 
Gerne helfen wir, geeignete Schritte zur Verbesserung des Betriebsklimas zu finden. 

Lesen Sie in unserem nächsten Blog was Sie für ein gutes Betriebsklima tun können. 

Wir wünschen Ihnen erkenntnisreiche Erfahrungen durch unseren Fragebogen 

Ihr

Ilona-Vogel Team

Raus aus dem Hamsterrad

– raus aus dem Gedankenkarussell.

Endlich ist er da, der langersehnte
Urlaub doch man kommt nicht raus aus dem Gedankenkarussell.
Zuerst dreht es sich noch langsam:

Der Kollege wird doch daran denken, den Chef auf CC zusetzen, wenn er mit Kunde XY korrespondiert?

Bereits am Ende des ersten freien Tages nimmt es Fahrt auf:

Oh je, habe ich den/die Mitarbeiter*in gebeten, den Anrufbeantworter beim Gehen einzuschalten, so lange ich weg bin?

Und so weiter, und so weiter….

Wenn Sie jetzt nicht die Bremse ziehen, werden Sie von Ihren freien Tagen wenig haben.

Aus der letzten Urlaubsreise wissen Sie, dass die Gedankenspirale Sie am Ende unweigerlich nach unten zieht und sich die schlechte Laune schlussendlich auf die gesamte Familie/Gruppe überträgt.
Der Hinweis des Partners, das Büro endlich mal zu vergessen, bringt Sie dann so richtig in Fahrt! Er/Sie hat ja keine Ahnung, was alles an Ihnen hängt! Und außerdem ist Ihnen ja selbst klar, dass Sie abschalten müssen, doch irgendwie will es nicht so recht gelingen.

Warum fällt es uns schwer, loszulassen?

Loslassen fühlt sich oft an wie Verzicht, Verlust und verlangt daher Mut, schließlich verlassen wir bekanntes Terrain. In diesem Sinne hat das Loslassen auch mit Resilienz zu tun, sich Neuem, Unbekanntem stellen.

Und was macht es Ihnen schwer, die Arbeit selbst im Urlaub für ein paar Tage hinter sich zu lassen?

Fehlt das Vertrauen

  1. in Sie selbst, das Wissen, ja Sie haben alles gut vorbereitet, oder
  2. in die KollegInnen und MitarbeiterInnen, dass diese in Ihrer Abwesenheit wissen, was zu tun ist?

Oder, müssen Sie sich vielleicht neu finden, in Ihrem Leben, Ihrer Partnerschaft, der Familie?

Was auch immer es ist, Sie müssen es klären.

Steigen Sie also nicht ein in Ihr Gedankenkarussell, sondern nutzen Sie die Zeit um herauszufinden, weshalb es Sie derart anzieht! Bringen Sie Ihre Ängste zu Papier auch, wenn Ihnen dies zuerst lächerlich vorkommt. Es lohnt sich immer, sich mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen. Bereits beim Aufschreiben der möglichen Probleme werden Sie selbst sich Antworten liefern.

Setzten Sie sich zu Beginn ein Zeitlimit.

Eine Karussellfahrt kostet für gewöhnlich einen Euro und dauert ca. 3 Minuten.

Viel länger sollten Sie auch für Ihre Liste nicht investieren. Probleme, die Ihnen in dieser Zeit nicht einfallen, werden auch bei längerer Abwesenheit kaum eintreten.
Den gesparten Euro werfen Sie in die Urlaubskasse. Ab sofort werden Sie für jeden Gedanken an Ihre Arbeit, der Sie von der Erholung ab hält einen „Strafeuro“ nachwerfen.
Seien Sie gespannt, auf die Größe des Eisbechers, den Sie am Ende der Familie spendieren können.

Sie müssen sich nicht in die goldene Kutsche des Karussells setzen, um sich wie eine Königin oder ein König zu fühlen. Es genügt ein Liegestuhl, von dem aus Sie die fantastische Aussicht genießen.

So können Sie auch besser darauf achten, dass Ihre Tochter keinen Frosch küsst.

In diesem Sinne wünscht Ihnen die Ilona-Vogel GmbH erholsame Tage.

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit…

         … gezielt gelenkt lösen Sie Konflikte leichter und steigern Ihre Resilienz!

Am vergangenen Freitag hatten wir im Büro eine heftige Auseinandersetzung:

Die Urlaubsplanung steht an und jeder von uns hat den dringenden Wunsch, mal wieder raus zu kommen.

Einer unserer Kollegen stellte uns vor vollendete Tatsachen, er hatte bereits gebucht und freute sich auf 14 Tage unbeschwerten Strandurlaub. Als mir eine Mitarbeiterin den Urlaubsantrag unter die Nase hielt, rieb sich mein Zornzombie die Hände: „Na, wirst du jetzt nicht einmal mehr nach deinem Einverständnis gefragt? Hier macht ja jeder was er will. Deine Führungsqualitäten lassen wirklich langsam zu wünschen übrig!“

Die Mitarbeiterin merkte natürlich sofort, dass mein Gesicht seine Farbe wechselte und fiel mit ein in die Tirade meines inneren Saboteurs: „Mich nerven die ständigen Alleingänge von Meier, er ist rücksichtslos und egoistisch. Wir sind im Gegensatz zu ihm an die Ferien gebunden, doch das interessiert unser Superhirn ja nicht“ keifte sie.

Toll, dachte ich, und das heute, wo ich so viele Termine und eigentlich gar keinen Kopf für diesen Kindergarten habe.

Die Tür öffnete sich und meine Sekretärin trat ein. Eine Weile hörte sie sich das Geschimpfe an und wusste dann ihrerseits einiges über Meiers Alleingänge zu berichten:

„Ganz genau, ich halte sein Verhalten schon lange für respektlos…“

Mein Zornzombie konzentrierte sich auf das Gespräch, das sich zwischen den beiden Frauen immer heftiger entwickelte, gab ihnen Recht und suchte seinerseits noch ein paar Missetaten von Meier. Ja, er hatte seine wahre Freude – endlich war mal wieder richtig Feuer auf dem Dach“

„STOP!“ rief ich irgendwann und schickte die beiden Frauen aus meinem Büro. Schmollend zog sich mein Zornzombie zurück, „schade, gerade als es so schön laut wurde…“

Ein Blick auf die Uhr verriet, ich musste los, in 10 Minuten begann mein Termin.

Als ich am Nachmittag zurück ins Büro kam, hatten sich bereits alle ins Wochenende verabschiedet. GOTT SEI DANK!

Jetzt war Zeit, über Meiers Verhalten auf der einen und meine Führungsqualitäten auf der anderen Seite nachzudenken.

Komisch, dachte ich, ich hatte den Ärger tatsächlich über den Tag vergessen und mich voll und ganz auf das Meeting konzentrieren können! Und sogar meine Laune war gut.


Ja, so ist es tatsächlich, unsere Energie folgt unserer Aufmerksamkeit! 

Das Thema und die Menschen in meinem Meeting waren wirklich bereichernd und so hatten die negativen Gedanken des Vormittags keine Chance.

Mein Unterbewusstsein und die positive Energie hatten jedoch weiter daran gearbeitet, sodass ich nun einen Überblick über die Situation hatte und nun bereits verschiedene Lösungsmöglichkeiten erkannte.

Lösungsorientiertes Handeln

Konzentrieren Sie sich auf die Lösung, nicht auf das Problem!

Das Wort Problem kommt aus dem griechischen und bedeutet: Eine zum Lösen vorgelegte, unentschiedene Aufgabe bzw. Streitfrage. Suchen Sie also nach der passenden Antwort!

Ein Problem durch weitere Bestätigungen zu untermauern ist absolut nicht zielführend!

Unsere Tipps, die Aufmerksamkeit und so die Energie lösungsorientiert zu lenken

  1. Distanzieren Sie sich innerlich vom Konflikt und trennen Sie ihn von der Lösung

Nehmen Sie eine Auflistung vor. Schreiben Sie auf die rechte Seite eines Blattes, welches Problem, welcher Konflikt Sie stört. Gerne detailreich. Sie erkennen dadurch Zusammenhänge, die gemeinsam gelöst werden können.

  • Nehmen Sie eine positive Haltung ein

Machen Sie sich bewusst, dass Sie immer etwas verändern können. Sie sind kein Opfer der Umstände! Eine positive Haltung und Zuversicht lassen die Lösung schneller erkennen.

  • Brainstorming – notieren Sie lösungsorientierte Gedanken 

Schreiben Sie diese nun auf die linke Seite des Blattes.

Welche Möglichkeiten haben Sie? Seien Sie in diesem Punkt unbedingt kreativ. Ziehen Sie auch „verrückte“ Ansätze in Betracht. So finden Sie Lösungen, die nicht auf der Hand liegen, jedoch zum gewünschten Ziel führen.

  • Treffen Sie eine Entscheidung

Genau: Sie treffen die Entscheidung mit der Ihr Ziel erreicht werden kann.

  • Arbeiten Sie an der Umsetzung 

Hier ist der Punkt, an dem Kollegen, Mitarbeiter usw. ins Spiel kommen.

Wichtig: Sie geben Ihre Entscheidung vor, die Umsetzung geschieht im Team.

  • Kontrollieren Sie den Erfolg

Analysieren Sie mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Halten Sie auch hier wieder schriftlich fest, wie diese erfolgreich gelöst werden konnten/könnten

  • Unterrichten Sie das gesamte Team über die lösungsorientierte Vorgehensweise.

Machen Sie allen bewusst, dass ab sofort auf diese Art an Probleme und Konflikte herangegangen wird. Es wirkt sich teamfördernd aus und minimiert auf Dauer Konflikte.

In unserem Falle hat es funktioniert. Meier hat verstanden, dass sein Verhalten unkollegial war und konnte selbst konstruktive Vorschläge zur Lösung beitragen. Jede/-r partizipiert vom neuen Umgang mit Konflikten. Dies stärkt die Resilienz der Mitarbeitenden im Einzelnen sowie des gesamten Teams.

Lenken auch Sie Ihre Energie in die richtige Richtung um resilienter und erfolgreicher zu werden.

Das wünscht Ihr Ilona-Vogel Team

Richtiges Mindset zu mehr Resilienz

Richtiges Mindset zu mehr ResilienzVom Mimimi zum Macher

Was entscheidet darüber, wie wir mit Rück- bzw. Niederschlägen umgehen? Woran liegt es, dass der eine immer wieder aufsteht, während die andere auf dem Boden liegend „ausgezählt“ wird?

Das Wort Resilienz ist in aller Munde und mittlerweile ist vielen klar, es erleichtert den Umgang mit Stress und ist die Fähigkeit, aus Konflikten und Krisen gestärkt herauszugehen.

Ja, da ist er wieder, unser Liebling: Der Konflikt!

Was uns bei unserer Arbeit immer wieder sofort auffällt, ist die Tatsache, wie unterschiedlich die Menschen auf Konflikte reagieren. Und so unterscheiden wir 4 Konflikttypen:

Typ 1 – nennen wir ihn das Opfer oder den Mimimi-Typ

„Immer passiert mir das. Das ist so ungerecht. Warum haben die anderen immer so viel Glück nur ich nicht?“

Typ 2 – der Typ mit dem größten aller Zornzombies

„Na warte, jetzt reichts! Wir wollen doch mal sehen, wer den längeren Atem hat!“

Typ 3 – Das Kaninchen (vor der Schlange)

Dieser Typ sitzt den Konflikt aus – verfällt in Schockstarre und wartet auf bessere Zeiten.

Typ 4  – Der Macher

„Konflikt? Ok – und wie kriege ich nun die Kuh vom Eis?“

Der große Unterschied zwischen den 4 Typen ist die Sichtweise auf den Konflikt – das Mindset.

Unter Mindset verstehen wir unsere Denkweise, unsere innere Haltung. Die ist es, die unser Fühlen und Handeln bestimmt. Das Mindset ist im Laufe unseres Lebens aus unseren Erfahrungen – positiven wie negativen, gewachsen. Im Unterbewusstsein verankert, bestimmt es so unsere Sicht auf das Leben. Klingt erst einmal wie in Stein gemeiselt, doch wir möchten zeigen, wie durch Veränderung des Mindsets jeder zum Macher werden kann.

Carol Dweck, eine US-amerikanische Professorin für Psychologie und Motivationsforscherin, befasste sich in ihren Studien mit dem unterschiedlichen Umgang von Menschen mit Herausforderungen und Niederlagen. Dabei stellte sie die Bedeutung des Mindsets heraus. Ihrer Theorie nach, gibt es zwei Arten von Mindsets: Das Growth Mindset und das Fixed Mindset.

  1. Das Fixed Mindset

Hier herrscht die Meinung, angeborene Talente bestimmen unsere Fähigkeiten.

Niederlagen seien somit die Folge mangelnder Talente. Menschen dieser Überzeugung sind geprägt von Selbstzweifeln, haben ein geringes Selbstwertgefühl. Sie bleiben in bekanntem Terrain und können sich nur in diesem entwickeln. Menschen mit einem Fixed Mindset meiden Herausforderungen, gehen selten Risiken ein und halten so potentielles Scheitern möglichst gering. Leider auch potentielles Wachstum – Erfolg!

  • Das Growth Mindset

Personen mit einem Growth (wachsendem) Mindset haben kein starr festgelegtes Selbstbild.

Sie verlassen sich nicht auf Begabungen, sondern arbeiten stets an ihrer Weiterentwicklung.

Neue Sportarten, Musikinstrumente, ja selbst neue Studiengänge in fortgeschrittenem Alter oder ein Schritt in die Selbständigkeit lässt sie stetig in ihren Fähigkeiten wachsen. Sie lernen nicht um sich zu profilieren, sondern vielmehr aus Freude an persönlicher Entwicklung. Dies garantiert in gewisser Weise den Erfolg.  Dynamisches Denken steigert den Selbstwert und damit die Selbstwirksamkeit.

Vier kleine Buchstaben machen den Unterschied:    n o c h

Denkt der Fixed-Mind-Typ: ich kann es nicht (und werde es auch nicht lernen, da mir das Talent fehlt), ist der Growth-Mindset-Typ der Überzeugung: ich kann es noch nicht, und beginnt zu üben.

Machen Sie sich also bewusst, welches Mindset Ihr Fühlen und Denken und somit Ihr Handeln bestimmt. Wechseln Sie gegebenenfalls von einem Fixed- zu einem Growth Mindset und gewinnen die Überzeugung, dass Sie selbst für Ihren Erfolg verantwortlich sind. Verlassen Sie die passive Opferrolle und kommen in die Aktivität, ins „Tun“. Dies steigert Ihre Resilienz und Sie können mit Stresssituationen und Konflikten besser umgehen und an ihnen wachsen.

Bleiben Sie gespannt, was mit einem Growth-Mindset alles möglich ist,

das wünscht Ihnen Ihr
Ilona-Vogel-Team

Jedem Tierchen seine Wertschätzung

Jedem „Tierchen“ sein …. in diesem Fall – seine Wertschätzung. 

Wertschätzung ist ein wichtiger Eckpfeiler der gesunden Führung.

Da der Mensch Wertschätzung jedoch sehr individuell empfindet muss sie entsprechend unterschiedlich ausgestaltet sein, um vom Mitarbeiter wahrgenommen zu werden.

Als Kernaspekt von Motivation ist Wertschätzung Grundvoraussetzung für den Erfolg Ihres Unternehmens.

Durch die Studien von David McClelland wissen wir, dass der Motivation des Menschen drei Bedürfnisse zugrunde liegen:

Als erstes nennt er den Wunsch nach Stolz auf das eigene Tun.

Für den Großteil von uns ist Voraussetzung für diesen Stolz, dass das Erreichen des Ziels bemerkt wird. Von den Kolleginnen und Kollegen, vor allem jedoch vom Vorgesetzen.

Ignorieren Sie die Erfolge Ihrer Mitarbeiter, nehmen Sie ihnen die Grundlage zur Motivation, weiterhin engagiert zu arbeiten.

Das zweite Bedürfnis des Menschen ist laut McClelland, der Wunsch nach Zugehörigkeit. Diese Zugehörigkeit generieren wir im beruflichen Alltag besonders durch Erfolge und die damit zusammenhängende Anerkennung.

Als dritten Aspekt sieht McClellands den Wunsch nach Macht.

Sind die ersten beiden Bedürfnisse befriedigt, ergibt sich diese Macht in gewisser Weise von selbst, durch die Anerkennung und den Respekt erreichen wir einen gewissen Einfluss = Macht. Darunter sind auch Dinge wie „mehr Verantwortung“, „größerer Entscheidungsspielräume“, „Projektleitung“ und ähnliches.

Das alles ist die Theorie – und wie zeigen Sie Ihrem Personal die nötige Wertschätzung?

Zur Wertschätzung gehört zu aller erst, dass Sie Ihre Mitarbeiter kennen!

Sicher ist es nicht erforderlich, dass Ihr Wissen mit dem des besten Freundes konkurrieren kann, doch Grundsätzliches muss Ihnen bekannt sein. Es erleichtert nicht nur das Einschätzen von Gesundheitsstand und Stimmungen, sondern ermöglicht Fragestellungen zu Themen des Alltages, durch die Sie Ihr Interesse bekunden.

Die so zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung wird sich in der Motivation widerspiegeln.

Vier Tipps für Gesundes Führen durch richtige Motivation:

  • Legen Sie eine Mitarbeiterliste an, in der wichtige Merkmale

vermerkt sind, Familienstand, Kinder, evtl. Passion…

  • Motivieren Sie entsprechend der Persönlichkeit

Nicht jeder lässt sich langfristig durch eine Gehaltserhöhung motivieren, oft sind Firmeninsentives langfristig der bessere Ansporn.

Eine, auf die Persönlichkeit zugeschnittene Motivation ist effizient und stellt klar, dass Sie Ihr Personal kennen. So bringen Sie Ihre Wertschätzung zum Ausdruck.

Hilfreich ist hierbei die Einschätzung nach Insights (s. hierzu Blogartikel: Unterschiedliche Persönlichkeiten- unterschiedliche Werte.) „Gelbe“ MitarbeiterInnen erwarten andere Motivation als „Rote“, „Grüne“ oder „Blaue“. Hier zwei Beispiele: „Rote“ MitarbeierInnen freuen sich über „mehr Macht“, während „Gelbe“ MitarbeiterInnen das Gefühl der Zugehörigkeit mehr als Wertschätzung empfinden.

Je nach Größe des Teams sollte Ihnen zumindest die Teamleitung auf diese Art bekannt sein. Dieser kann die Vorgehensweise für das jeweilige Team entsprechend delegiert werden.

  • Erkennen Sie das Erreichen eines Ziels an. Geben Sie Feedback (mehr hierzu im Blogartikel nächste Woche).
  • Motivieren Sie, wenn möglich, durch Kompetenzerweiterung.

Motivierte und wertgeschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfolgreicher und sichern ein angenehmes Arbeitsklima.

Nicht zuletzt schenkt ein solches Team auch Ihnen wieder die nötige Motivation.

Das in Ihrem Unternehmen sowohl Personal als auch die Führungsebene eine gesunde Wertschätzung erfährt wünscht

Ihr Ilona-Vogel Team

Haltung bewahren

In der vergangenen Woche hatte einer unserer Kunden ein interessantes Problem:

„Der Schmitt bringt mich auf die Palme!“, sagte er völlig verzweifelt. Er hatte diesen Mitarbeiter mit der Umsetzung des Hygienekonzeptes beauftragt, was Schmitt auch sofort freudig annahm.

Etwas überengagiert ging der die Sache sofort an. Der Kunde war begeistert, so schnell jemanden gefunden und das Problem selbst vom Bein zu haben und so ließ er ihn gewähren.

In der letzten Zeit häufen sich allerdings die Beschwerden. Schmitt nütze seine Position um Kolleginnen und Kollegen permanent zurechtzuweisen. Das Betriebsklima wird schlechter. Es bilden sich verschiedene Lager, die Befürworter und Unterstützer auf der einen, die Genervten und Ignoranten auf der anderen Seite.

„Er rennt den ganzen Tag mit der Desinfektionsflasche durch die Gegend, macht jeden an, der nicht alle 30 Minuten sein Büro lüftet und kennt kein anderes Thema mehr. Und wenn sich jemand beschwert, beruft er sich auf die Vorschriften. Ich werde noch verrückt!“

Unsere Empfehlung: Haltung bewahren!

Zuerst einmal frage ich meinen Kunden, ob er grundsätzlich zufrieden ist mit der Umsetzung dieser Aufgabe. Nachdem er dies bejaht, überlegen wir gemeinsam, was nun von Ihm – in Bezug auf die Situation – erwartet wird.

Der Vorgesetzte muss sich klar zu Schmitt bekennen, schließlich erfüllt dieser die von ihm erwartete Aufgabe. Die korrekte Umsetzung des Hygienekonzeptes ist Voraussetzung dafür, dass im Unternehmen weiterhin gearbeitet werden kann.

Mein Kunde muss Akzeptanz für Schmitts Position im Kollegium einfordern. Jedem muss klar gemacht werden, wie wichtig die Einhaltung des Hygienekonzeptes ist und was davon abhängt.

Darüber hinaus, kann ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Hygienebeauftragen zu einer diplomatischeren Umsetzung führen. Schmitt muss erkennen, dass er die neue Aufgabe nicht als „Machtposition“ verstehen darf. Er sollte sich eher als „Aufklärer“ statt als „Richter“ verstehen.

Eventuell hat Schmitt auch eigene Wünsche und Vorstellungen, die ihm seine Arbeit erleichtern.

Das Hygienekonzept dient der Gesunderhaltung des Personals und somit der Aufrechterhaltung des Betriebes. Die Herausforderung der Führungskraft ist es also, durch eine klare Stellungname die Einhaltung sicherzustellen.

Eigene Haltung bzw. Standpunkt klären durch

Achtsamkeit

Ziehen Sie sich zurück, um Klarheit über die Sichtweise aller Involvierten zu gewinnen. Und wo stehen Sie? Wie sieht die Lösung im Optimalfall aus?

Objektivität

Jedem im Team muss klar sein, dass Sie weder Partei ergreifen noch bestimmten Personen näherstehen. Eine objektive Beurteilung hat oberste Priorität und muss für alle erkennbar sein.

Respekt

Gehen Sie respektvoll mit Ihren Mitarbeitern um. Sie gewinnen dadurch das Vertrauen, welches nötig ist, die Entscheidung am Ende zu akzeptieren.

Fordern Sie den gleichen Respekt von allen Beteiligten für die jeweils andere Partei.

Der Umgang miteinander ist die Basis der Konfliktlösung.

Ein klarer Standpunkt und eine eindeutige Haltung der Führungskraft erleichtert die Arbeit in allen Bereichen.

Die Haltung, die Sie Ihren Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegenbringen, wird sich im gesamten Miteinander spiegeln. Das Klima im Team verbessert sich und Konflikte werden minimiert. Das gibt Sicherheit und schafft Zufriedenheit auf allen Ebenen. So führen Sie Ihr Unternehmen zu mehr Erfolg.

Dass auch Sie immer die nötige Haltung bewahren, wünscht Ihr

Ilona-Vogel Team

Gesund Führen

Gesundes Führen…….

                       ….fängt bei Dir selbst an!

Als Führungskraft haben Sie neben der eigenen auch die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Blick. Sicher nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, doch für den Erfolgt Ihres Teams sind Stabilität und Kontinuität nun mal von großer Relevanz. Was können Sie hierzu tun?

Sie sind das Fundament Ihres Teams – sorgen Sie also für Ihre persönliche Stabilität!

„Bleib gesund!“

Ein Wunsch, den wir wohl noch nie so häufig ausgesprochen haben, wie in den vergangenen 12 Monaten. Und trotzdem verfällt er nicht der Inflation. Wir meinen es ernst, denn das hohe Gut Gesundheit macht uns stark gegen alle Angriffe, seien es Viren oder auch schwierige Situationen im alltäglichen Leben.

Obwohl uns die Eckpfeiler einer gesunden Lebensweise hinreichend bekannt sind bleibt das erwünschte Ergebnis trotz aller Bemühungen oft aus.

Auch, dass Stress einen erheblichen Einfluss auf die Konstitution hat, ist keine neue Erkenntnis. Können wir diesen selbst beeinflussen?

Wir registrieren Konflikte und Stresssituationen sofort, doch erkennen wir auch die Muster, denen sie folgen?

Ermitteln Sie die Stressoren, die für Probleme und Konflikte in Ihrem Leben verantwortlich sind. Sie werden Parallelen erkennen, denn wir tappen gerne immer wieder in dieselbe Falle. Definierte Gemeinsamkeiten gilt es zu untersuchen:

Was führt zum jeweiligen Problem? Woher kommt der Druck? Üben Sie ihn selbst auf sich aus oder sind äußere Faktoren maßgebend?

Etwa die Zielsetzung?

Klären Sie,

  • welches Ziel Sie anstreben
  • was Sie antreibt, genau dieses Ergebnis zu erreichen
  • wie realistisch es ist, wie groß die Aussicht auf Erfolg
  • ob Sie über die nötigen Ressourcen verfügen?

Ist es ein zeitliches Problem?

Überdenken Sie

  • Kompetenzen
  • Delegationen
  • NEIN-sagen
  • das richtige Zeitmanagement (ALPEN-Methode)

Minimieren Sie Stressfaktoren indem Sie ihnen auf den Grund gehen.

Die so investierte Zeit ist gut angelegt; einmal bewusst gemacht, warum Sie etwas auf die Palme bringt, werden Sie es in Zukunft vermeiden.

Nachdem Sie Ihre persönliche Aufgabenstellung so unter die Lupe genommen haben und Ihre Stressoren minimiert haben, werden Sie Probleme der Teammitglieder schneller erkennen und leicht Lösungen herbeiführen.

So sorgen Sie für ein gesundes Arbeitsklima – für sich und Ihr Team. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden es Ihnen danken: weniger Konflikte, geringere Krankenquote und mehr Zufriedenheit führt Sie gemeinsam zum Erfolg!

Das wünscht Ihnen Ihr

Ilona-Vogel Team

Wenn andere uns stressen

Wie können wir verhindern, dass andere Menschen uns Stress machen – und was hat das Bitteschön mit dem Wörtchen NEIN zu tun?

Da denke ich doch gleich an meine Freundin Sandy:

Vier Kinder und ein Teilzeitjob scheinen nicht genug, wann immer es in ihrem Umfeld etwas zu erledigen oder organisieren gibt, Sandy wird sich schon drum kümmern……

Als ich sie vor einiger Zeit spontan besuchte, erlebte ich sie dann in einer seltsamen Stimmung. Sie wirkte richtig niedergeschlagen.

„Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich habe keine Kraft und mein üblicher Tatendrang ist wie weggeblasen. Ich fühl mich richtig ausgebrannt.“

Was Sandy wunderte war für mich keine Überraschung. Schließlich hatte sie seit Wochen keine freie Minute. Erledigte alle ihre Aufgaben zu 100 Prozent und fand neben Büroarbeiten, Haushaltsführung und den Kindern noch Zeit, sich um die Ausrichtung der Abschiedsparty für die Kollegin zu kümmern, das gemeinsame Geschenk für die Stammfreundin zu besorgen und einen Kuchen zum Geburtstag der Klassenlehrerin zu backen. Unglaublich und immer wieder stelle ich mir die Frage, warum nur tut sie sich das an?

Sie wird ihre Gründe haben, dachte ich immer, doch jetzt will ich es genau wissen.

Wie ist es bei Ihnen? Ertappen auch Sie sich dabei, Hilfe zuzusagen wo ein klares Nein Ihnen lieber wäre?

Warum nehmen wir oft mehr Aufgaben an, als uns guttun?

 Ist es

  1. der Wunsch nach Bestätigung („Deine Kuchen sind immer die Leckersten“)?
  2. der Wunsch, gemocht/gebraucht zu werden („Ich bin dir so dankbar für deine Hilfe“)?
  3. das schlechte Gewissen („bisher haben immer die anderen geholfen“)?
  4. nicht Nein sagen können?

Um die Situation zu ändern und Stress zu vermeiden ist eine Analyse über Ihre Gründe nötig.

Einmal verdeutlicht, fällt uns die Entscheidung leichter, gezielt Hilfe zu leisten oder auch abzulehnen.

Und immer wieder stellen wir fest, dass es der 4. Grund ist, der uns wieder und wieder in die Falle tappen lässt. Dieses kleine Wörtchen NEIN könnte unseren Stress deutlich verringern.

Dafür lohnt es sich NEIN zu sagen:

Lassen Sie nicht zu, dass man sich ständig Ihrer Zeit bedient! Auch Sie haben täglich 24 Stunden und sollten diese sinnvoll verplanen.

Machen Sie sich bewusst:

  • Zusätzliche Aufgaben fressen wertvolle Lebenszeit, die Sie mit Entspannung oder auch mit Ihren Hobbys ausfüllen können um neue Kraft für wichtige Aufgaben zu sammeln.
  • Da bekannt ist, dass Sie nie ablehnen, und man möglichst schnell eine positive Antwort wünscht, wird man immer zuerst Sie fragen. Das sollten Sie verhindern.
  • Werden Sie sich darüber klar, dass Ihre Zusagen mit der Zeit an Wert verlieren!

Es tritt eine gewissen Gewohnheit ein. Da Sie sich immer um alles kümmern, nimmt Ihr Gegenüber es immer weniger wahr – ähnlich einer Sucht benötigt es immer größeren Einsatz um die gleiche Wirkung zu erzeugen.

Wie also diesen „Sprachfehler“ ausmerzen?

Direkt angesprochen erwischt uns eine Hilfsanfrage manchmal eiskalt. Doch wir können uns vorbereiten, sei es durch eine Whatsapp-Anfrage oder auch durch eine gewissen Weitsicht, schließlich sind Geburtstage und ähnliches frühzeitig bekannt.

Schreiben Sie sich auf, in welchen Fällen Sie zukünftig Nein sagen möchten und wie Sie dies geschickt verpacken:

  • Ich würde es gerne machen, aber es stellt einen zusätzlichen Aufwand dar. Vielleicht unterstützt du mich dafür bei ……….
  • Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, mir fehlt gerade die Zeit.
  • Gerne, aber dann muss ich etwas anderes liegenlassen!
  • Wie lange habe ich denn Zeit für dieses Projekt und wie ausgefeilt soll es sein?
  • Das mache ich gerne für dich, sicher brauche ich auch mal Hilfe und bin froh, wenn du dann für mich da bist.
  • Für wen ist das denn? Die Person soll mich bitte direkt ansprechen.

Klar kommuniziert verhindern Sie, dass Sie ausgenutzt werden und dass Unzufriedenheit Ihnen das Leben erschwert. Sorgen Sie für sich, damit Ihnen am Ende genügend Zeit für die schönen Dinge bleibt.

Sie sind es wert, dass man Sie und Ihre Zeit schätzt!

Das findet Ihr

Ilona-Vogel Team

Gipfelstürmer

Wer kennt ihn nicht, den Inneren Antreiber, der uns von Zeit zu Zeit zu Höchstleistungen peitscht? So getragen von der Kraft, die von uns selbst ausgeht werden wir zu wahren Gipfelstürmern.

Doch manch einer zerbricht unter dem Druck, den er sich selbst aufbaut. Wie also hier das richtige Maß finden? Was entscheidet zwischen Gipfelkreuz und Absturz?

Meine persönliche Tour

Von klein auf an fand ich es super spannend, Menschen zu studieren.

Gerne in ihrem beruflichen Umfeld. Ich stellte mir vor wie es wäre, im entsprechenden Job zu arbeiten. So habe ich früh herausgefunden, dass eine Führungsposition für mich das Richtige ist. Als Leiterin des Ordnungsamtes einer Gemeindeverwaltung hatte ich dieses Ziel bald erreicht und merkte, dass mir das noch nicht reichte – nein, ich wollte die Geschicke der ganzen Gemeinde lenken, wollte größeren Einfluss und hatte die Vision als Frau in meiner Heimatgemeinde Politik mitzugestalten, gleichzeitig Mitarbeiter zu führen und für die Bürger etwas Gutes in der Gemeinde zu gestalten

Und so ließ ich mich bei nächster Gelegenheit als Bürgermeisterkandidatin aufstellen.

Ich erinnere mich immer wieder gerne – wenn auch mit gemischten Gefühlen – an diese Zeit. Eines meiner Ziele war, bis zur Wahl an jeder Haustür der Gemeinde geklingelt zu haben, ich wollte die Menschen, ihre Wünsche, Sorgen und Bedenken kennenlernen. Was für eine Herausforderung, an geschätzt ca. 5.000 Türen zu klingeln.

Häufig fragte ich mich, was mich wohl erwartet, wenn sich die Tür öffnet. Würde man mir freundlich begegnen oder wurde ich sogar beschimpft? Keine leichte Aufgabe und oft reichte der Ton der Türklingel – dieses SSSsssss, wenn man auf den Klingelknopf drückt – um mich zu verunsichern. Gegen Ende der Wahlkampagne erwischte mich dann auch noch eine heftige Erkältung und es forderte meine ganze Kraft, die Aktion fortzusetzten. Schließlich sollte man mich an meinen Worten messen können. So schleppte ich mich weiter Tag für Tag und Straßenzug um Straßenzug, von Tür zu Tür…..

Oft fragte man mich, warum ich mir das antue – noch dazu, wo die Aussicht auf Erfolg überschaubar ist, schließlich trat ich als parteilose Kandidatin gegen einen männlichen, durch die größte Partei unterstützten Gegner an.

Und genau darin lag die Kunst: Ich habe mir den Wahlkampf so gestaltet, dass am Ende ein Sieg für mich unausweichlich ist!

Die Frage, die man sich stellen muss ist lediglich, worin besteht der Sieg?

Meine täglichen Touren plante ich so, dass die letzte Tür an der ich klingelte von jemandem geöffnet wurde, der/die mir wohl gesonnen ist, wir uns vielleicht von früher kannten, wir gemeinsam zur Schule gingen, mit denen ich schöne Erinnerungen verband usw. So konnte ich den Tag mit einem guten Gespräch, hin und wieder einem Gläschen Wein, immer aber mit aufmunternden Worten beschließen. Das schönste Erlebnis für mich war ein Gespräch mit einer „frischen Witwe“. Gemeinsam schwelgten wir in Erinnerung, haben zusammen geweint und uns an schöne Momente mit dem Verstorbenen erinnert.

Bürgermeisterin wurde ich am Ende nicht.

Mein Ziel, die Menschen, ihre Sorgen, Nöte und Wünsche kennenzulernen habe ich allerdings erreicht, ich hatte tolle Begegnungen und einen schönen Sommer und bin so auf alle Fälle die Gewinnerin!

Für viele dieser Gespräche bin ich noch heute dankbar und so verbuche ich meine Kandidatur auf jeden Fall als Erfolg.

Wo genau steht das Gipfelkreuz?

5 Tipps, damit sich Ihre (Tor) tour lohnt, und Sie den Gipfel sicher erreichen:

  • Klären Sie für sich, was genau es ist, das Sie antreibt. Welches Ziel steuern Sie an und was versprechen Sie sich am Ende davon?
  • Haben Sie alles Nötige im Gepäck? Wie ist es um Ihre Ressourcen bestellt?
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Route. Ist Ihr Ziel auf dem geplanten Weg zu erreichen?
  • Behalten Sie Ihren Inneren Antreiber im Blick: treibt er Sie an oder treibt er Sie in den Wahnsinn. Ihrer Gesundheit zuliebe gebieten Sie ihm rechtzeitig Einhalt!
    Möchten Sie Ihren Inneren Antreiber kennenlernen?
    Dann machen Sie doch den Test zum download!
  • Legen Sie „Steigeisen“ an. D. h., blinder Aktionismus ist nicht ratsam und verbrennt nur unnötige Kraft. Bedenken Sie Ihr Vorgehen Schritt für Schritt.
  • Etappenziele erleichtern das Durchhalten. Legen Sie regelmäßige Pausen ein. Achten Sie auf kleine Fortschritte, feiern Sie diese und genießen Sie immer wieder die Aussicht! Das verleiht Ihnen neue Kraft.

Das Sie Ihr Ziel nie aus den Augen verlieren wünscht Ihnen

das Ilona-Vogel Team